Im Freilichtlabor Lauresham wird das Mittelalter für unsere 7er greifbar!
Geschichte erschließt sich besonders dann nachhaltig, wenn sie nicht nur gelesen, sondern erlebt werden kann. Deshalb gehört es zu unserem Verständnis von Unterricht, Lernorte bewusst zu erweitern und historische Themen dort aufzusuchen, wo sie greifbar werden. Genau das stand im Mittelpunkt der Exkursion unserer siebten Klassen ins Freilichtlabor Lauresham und zum Kloster Lorsch.
Gemeinsam mit ihren Geschichtslehrkräften begaben sich die Schülerinnen und Schüler auf eine Zeitreise in das frühe Mittelalter. Bei einer Führung durch die detailgetreuen Nachbauten eines karolingischen Herrenhofes erhielten sie anschauliche Einblicke in die Gesellschaftsstruktur der Grundherrschaft und in die Lebensbedingungen der Menschen jener Zeit. Besonders eindrucksvoll war dabei die lebendige Darstellung durch das museumspädagogische Personal: Plötzlich wurde deutlich, wie sehr Alltag, Arbeit und soziale Ordnung damals miteinander verwoben waren – und wie weit entfernt vieles zugleich von unserer heutigen Lebenswelt ist. Umso größer war nach der Rückkehr in die beheizten Räume die Wertschätzung für den Komfort der Gegenwart.
In verschiedenen Workshops konnten die Schülerinnen und Schüler anschließend selbst aktiv werden und mittelalterliche Arbeitsweisen ausprobieren. Sie stellten Kerzen und Kerzenständer her, bauten kleine mittelalterliche Spiele, mixten Salben und Sirup oder fertigten Taschen an und erlebten dabei ganz praktisch, wie viel Geduld, Geschick und Zeit früher für alltägliche Dinge notwendig waren. Solche Erfahrungen machen Geschichte nicht nur verständlich, sondern auch spürbar.
Ein weiterer wichtiger Bestandteil der Exkursion war der Besuch des Klosters Lorsch. Als bedeutender Ort der Geschichte eröffnete das UNESCO-Weltkulturerbe zusätzliche Perspektiven auf die Rolle von Klöstern als religiöse, kulturelle und wirtschaftliche Zentren des Mittelalters. So verband sich das im Unterricht Erarbeitete unmittelbar mit konkreten historischen Orten.
Dass eine solche Exkursion innerhalb unserer geregelten Ganztagsstruktur sorgfältige Planung, Abstimmung und Organisation erfordert, ist selbstverständlich. Umso wichtiger ist uns dieser Aufwand: Außerschulische Lernorte ermöglichen Erfahrungen, die Unterricht vertiefen und langfristig im Gedächtnis bleiben – gerade im Fach Geschichte, das von anschaulichen Zugängen lebt.
Am Ende des Tages waren sich viele einig: Das Mittelalter ist durch diese Exkursion ein gutes Stück nähergerückt. Solche Begegnungen mit Geschichte schaffen Grundlagen für ein vertieftes historisches Verständnis – und stärken zugleich die Fähigkeit, unsere Gegenwart bewusster einzuordnen. Ein herzlicher Dank gilt der Geschichtsfachschaft, die diesen lernintensiven und eindrucksvollen Tag möglich gemacht hat.









