Manchmal hält der Schulalltag inne. Der Tod unserer Kollegin Janine Skanda nach schwerer Krankheit hat unsere Schulgemeinschaft tief getroffen. Viele von uns waren fassungslos, traurig, sprachlos. In solchen Momenten zeigt sich, was unsere Schule jenseits von Unterricht und Stundenplänen bedeutet: ein Ort, an dem Menschen miteinander verbunden sind – und einander tragen.
Als Lehrerin für Biologie und Mathematik war Janine Skanda Teil unserer Schulgemeinschaft und hat diese auf besondere Weise geprägt. Wir haben sie als einen Menschen erlebt, der mit Offenheit, Herzlichkeit und einem feinen Sinn für Humor auf andere zuging. Ihre Lebensfreude, ihr Lachen und ihre spürbare Freude am Unterrichten haben unseren Schulalltag bereichert. Vielen von uns wird vor allem ihr zugewandter Umgang mit den Schülerinnen und Schülern in Erinnerung bleiben.
Um Raum für Trauer, Abschied und Erinnerung zu schaffen, haben wir als Schule bewusst Zeit und Struktur gegeben. Ein Trauerraum wurde eingerichtet, der allen Mitgliedern der Schulgemeinschaft jederzeit offenstand. In ruhiger Atmosphäre, bei Kerzenlicht und leiser Musik, konnten Schülerinnen und Schüler, Kolleginnen und Kollegen innehalten, Abschied nehmen und ihre Gedanken ordnen. Ein Kondolenzbuch lud dazu ein, Worte zu hinterlassen, Erinnerungen konnten auf bunten Zetteln festgehalten und an einer Trauerwand gesammelt werden – viele kleine Zeichen der Verbundenheit, die sichtbar machten, wie sehr Frau Skanda geschätzt wurde. Diese vielen festgehaltenen Gedanken und Erinnerungen werden wir ihrer Familie übergeben.
Unsere Schülerinnen und Schüler wurden behutsam und altersangemessen durch ihre jeweiligen Lehrkräfte über den Verlust in Kenntnis gesetzt. Parallel dazu wurde die Elternschaft per E-Mail über den Todesfall sowie über die Maßnahmen, mit denen wir die Trauerarbeit innerhalb der Schulgemeinschaft begleitet haben, informiert. Besonders bewegt hat uns die große Resonanz: Zahlreiche Rückmeldungen mit tröstenden Worten, persönlichen Gedanken und Dank für unseren Umgang mit dieser schweren Situation haben uns erreicht. Dafür möchten wir ausdrücklich danken.
In der gemeinsamen Trauer ist spürbar geworden, wie eng unsere Schulgemeinschaft in schwierigen Zeiten zusammenrückt – wie sie sich gegenseitig stützt, zuhört und Halt gibt. Trauer braucht Raum, Zeit und Menschen, die sie mittragen. Diesen Raum zu öffnen und füreinander da zu sein, verstehen wir als Teil unserer Verantwortung als Schule.








