Ein Abiturzeugnis passt in eine Mappe. Acht gemeinsame Jahre dagegen nicht.
Deshalb ist uns der Abiball am Privatgymnasium Weinheim weit mehr als eine festliche Zeugnisübergabe. Er ist der Moment, in dem wir gemeinsam auf eine lange Reise zurückblicken – und gleichzeitig den Blick nach vorne richten. Denn auch wenn unsere Abiturientinnen und Abiturienten die Schule verlassen, verlassen sie eines ganz bestimmt nicht: unsere Schulfamilie.
Unter dem Motto „Abicup 2026 – der größte Erfolg seit 2014“ feierten unsere 36 Absolventinnen und Absolventen in diesem Jahr erstmals in der Alten Schildkrötfabrik in Mannheim ihren Abschluss. Wochenlang war dieser Abend gemeinsam mit dem Abiturjahrgang, unserer Schulträgerfamilie Rahn und dem Veranstaltungsteam vorbereitet worden. Viele kleine und große Entscheidungen, zahllose Absprachen und viel Liebe zum Detail sorgten schließlich dafür, dass aus einer Veranstaltung ein Abend wurde, der sich für alle Beteiligten genau richtig anfühlte.
Bereits der akademische Teil machte deutlich, was uns als Schule wichtig ist. Natürlich wurden hervorragende Leistungen gewürdigt – darunter gleich zwei Traumnoten von 1,0 und insgesamt 18 Abschlüsse mit einer Eins vor dem Komma. Mindestens ebenso viel Raum bekamen jedoch die Geschichten hinter den Zeugnissen: Entwicklungen, besondere Momente, kleine Eigenheiten und Erinnerungen, die unsere Tutorinnen und Tutoren bei jeder einzelnen Zeugnisübergabe mit persönlichen Worten lebendig werden ließen. So stand nicht die Note im Mittelpunkt, sondern der Mensch.
Denn genau das macht Schule aus. Über acht Jahre hinweg erleben wir Kinder dabei, wie sie zu jungen Erwachsenen werden. Aus schüchternen Fünftklässlern werden selbstbewusste Abiturientinnen und Abiturienten. Freundschaften entstehen, Talente werden entdeckt, Rückschläge überwunden und Erfolge gemeinsam gefeiert. Einen solchen Weg am Ende mit einem bloßen Händedruck abzuschließen, würde dieser gemeinsamen Zeit kaum gerecht.
Auch die Reden, musikalischen Beiträge und Auszeichnungen griffen diesen Gedanken immer wieder auf: Schule ist Mannschaftssport. Erfolg entsteht selten allein, sondern durch Menschen, die begleiten, unterstützen, motivieren und manchmal auch den entscheidenden Anstoß geben. Familien gehören ebenso dazu wie Lehrkräfte, Freundinnen und Freunde oder all jene, die den Weg über viele Jahre mitgegangen sind.
Nach dem festlichen Teil übernahm traditionell der Abiturjahrgang selbst das Programm – und bewies dabei eindrucksvoll, wie viel Kreativität, Humor und Organisationstalent in ihm steckt. Aus der Bühne wurde kurzerhand das „PGW-Sportstudio“, in dem Interviews, Spiele, Filme, Musik- und Tanzbeiträge das Fußballmotto des Jahrgangs immer wieder augenzwinkernd aufgriffen. Persönliche Danksagungen an die Lehrkräfte wechselten sich mit humorvollen Spieleeinlagen ab, Kinderfotos sorgten für Gelächter und spätestens bei den eigens einstudierten Choreografien wurde deutlich, dass die Vorbereitung dieses Programms mindestens ebenso intensiv gewesen sein musste wie manches Lernfach.
Dass ein solcher Abend scheinbar mühelos ineinandergreift, ist dabei kein Zufall. Hinter den Kulissen arbeiteten Organisation, Technik, Location und viele helfende Hände eng zusammen. Von der Wahl der neuen Veranstaltungsstätte über den Ablauf des Programms bis zur technischen Umsetzung entstand Schritt für Schritt ein Rahmen, in dem sich der Jahrgang ganz auf seinen besonderen Abend konzentrieren konnte.
Als schließlich „Fantasy Girl“ erklang und wenig später die Tanzfläche von Schülerinnen und Schülern, Eltern, Lehrkräften und Gästen gleichermaßen erobert wurde, verschwammen die Rollen für einen Moment. Es wurde gemeinsam gelacht, getanzt, erinnert und gefeiert – genau so, wie es zu einer Schulgemeinschaft gehört, die über viele Jahre zusammengewachsen ist.
Am Ende gingen unsere Absolventinnen und Absolventen mit ihren Zeugnissen nach Hause. Was sie darüber hinaus mitnehmen, passt eben in keine Mappe: Freundschaften, Erinnerungen und das Wissen, dass sie auch künftig immer ein Teil der PGW-Familie bleiben werden. Genau deshalb investieren wir jedes Jahr so viel Herzblut in diesen Abend. Weil ein Schulabschluss mehr verdient als einen offiziellen Schlusspunkt – nämlich einen Abschied, der der gemeinsamen Geschichte gerecht wird.









































































