Manchmal liegen zwischen einem bunten Mocktail mit Zuckerrand und einem Schwarzen Loch nur wenige Kilometer. Unsere neunten Klassen haben beim diesjährigen Profiltag eindrucksvoll bewiesen, wie vielseitig Lernen sein kann. Während das Spanischprofil lateinamerikanisches Lebensgefühl nach Weinheim holte, begab sich das NWT-Profil auf eine Reise bis an den Rand des Universums – und noch ein Stück darüber hinaus.
Für unsere Spanischschülerinnen und -schüler begann der Tag ganz entspannt mit einem gemeinsamen Frühstück. Schnell füllten sich die Tische mit liebevoll mitgebrachten Leckereien – einiges sogar selbst gemacht. Unsere Spanisch-Aficionados genossen ihr Essen in lockerer Atmosphäre und tankten Kraft für den kreativen Teil des Tages.
Mit viel Geduld, geschickten Händen und einer guten Portion Bastelfreude fertigten sie (meist) hingebungsvoll kleine, farbenfrohe Piñatas, die in Form und Farbe echt etwas hermachten! Dabei zeigte sich einmal mehr: Es macht einfach Spaß, etwas mit den eigenen Händen zu erschaffen. Aus Papier, Kleister und Kreativität entsanden nach und nach kleine Kunstwerke, die unsere Neuner am Nachmittag mit Süßigkeiten füllten und fertigstellten.
Doch damit nicht genug: Im Tanzsaal der TSG Weinheim wartete bereits die nächste Herausforderung. Lateinamerikanische Tänze standen auf dem Programm – für wenige vertrautes Parkett, für andere echtes Neuland. Nach den ersten vorsichtigen Schritten wich die anfängliche Zurückhaltung jedoch schnell einer mitreißenden Mischung aus Rhythmus, Bewegung und guter Laune. Spätestens beim gemeinsamen Mittagessen zurück am PGW war klar: Tanzen macht nicht nur Spaß, sondern verbindet auch.
Den krönenden Abschluss bildete das Mixen verschiedener lateinamerikanischer Mocktails. Mit buntem Zuckerrand, kleinen Schirmchen und viel Liebe zum Detail entstanden erfrischende Getränke, die fast ein bisschen Urlaubsstimmung verbreiteten. Oder, wie man in Lateinamerika sagen würde: ¡Salud!
Währenddessen blickte das NWT-Profil nicht nach Süden, sondern weit hinaus ins Weltall. Im Haus der Astronomie in Heidelberg startete die Gruppe zu einem virtuellen Flug durch das Universum. Planeten, Monde, ferne Galaxien und sogar Quasare – gigantische Schwarze Löcher mit energiereichen Materiestrahlen – rückten plötzlich zum Greifen nah. Besonders faszinierend waren die Asteroiden: Wo befinden sie sich? Welche könnten der Erde gefährlich werden? Und warum kennen wir längst noch nicht alle?
Anschließend erfuhren die Schülerinnen und Schüler, wie moderne Großteleskope neue Asteroiden entdecken. Plötzlich wurde Theorie greifbar: Genau mit solchen Methoden beschäftigen sich unsere NWT-Kurse auch im Unterricht, wenn sie selbst auf die Suche nach bislang unbekannten Asteroiden gehen – inklusive der Aussicht, eines Tages sogar einen Himmelskörper benennen zu dürfen.
Ob Tanzschritte oder Sternenspuren, Piñatas oder Planeten – beide Profiltage hatten eines gemeinsam: Sie machten neugierig, eröffneten neue Perspektiven und zeigten, wie spannend Lernen sein kann, wenn man gemeinsam Neues ausprobiert und dabei mit Freude über den eigenen Horizont hinausblickt.
Vielen Dank an Frau Blau und Herrn Brems für die Organisation dieses abwechlungsreichen Programms!























