Es gibt Ereignisse im Schuljahr, die kommen so zuverlässig wie die Sommerferien. Der Abi-Streich gehört zweifellos dazu. Auch in diesem Jahr machten unsere Abiturientinnen und Abiturienten zunächst unmissverständlich klar: Die erste Unterrichtsstunde wird heute wohl eher theoretischer Natur bleiben.
Wie es die Tradition verlangt, fanden sich Möbel plötzlich an ungewohnten Orten wieder, und so manches Klassenzimmer sah aus, als hätte es ein besonders kreativer Wirbelwind besucht. An der einen oder anderen Stelle sorgte unser Abi-Jahrgang 26 dafür, dass anschließend mehr aufzuräumen war als eigentlich nötig gewesen wäre, aber zum Glück sollte dies nicht das Bild des Tages prägen.
Denn spätestens am Nachmittag wurde es für alle zu einem fröhlichen Schultag! Statt Unterricht übernahmen nun die Abiturientinnen und Abiturienten selbst das Kommando. In den Klassenzimmern wurde gemeinsam gespielt, gerätselt und gelacht. Besonders beliebt waren kleine Vokabelspiele, bei denen die jüngeren Schülerinnen und Schüler ganz nebenbei merkten, dass Englischlernen besonders Spaß macht, wenn die Lehrkräfte für kurze Zeit durch nicht ganz so ernstzunehmende Personen ersetzt werden.
Anschließend verlagerte sich das Geschehen in unseren Pausenpark, der sich in eine große Spiel- und Festmeile verwandelte. Ob Torwandschießen, Ball-Darts oder das nicht ganz alltägliche Apfelsaft-Wetttrinken – das Programm war abwechslungsreich und sorgte für kollektive Begeisterung. Bei hochsommerlichen Temperaturen erwiesen sich die immer wieder überraschend auftauchenden Wasserspritzpistolen als willkommene Erfrischung. Wer trocken blieb, hatte vermutlich einfach nur Glück.
Es gab viele größere und kleinere Highlight: Merkwürdig verkleidete Gestalten betraten das Atrium. Ob als Punk, Wikinger, klimperndem Fußballfan oder in einem Outfit, das sich wohl am ehesten unter der Kategorie „Assi-Chic“ einordnen ließ: Die Kostüme sorgten für viele Lacher. Dazu kamen liebevoll-ironische Auszeichnungen für verschiedene „Errungenschaften“ einzelner Lehrkräfte, natürlich inklusive feierlicher Krönung.
Mit ihrem Tanz zu „Ein Hoch auf uns“ luden die Abiturientinnen und Abiturienten alle auf die „Tanzfläche“, und überall war die ausgelassene Stimmung zu spüren. Nach den anstrengenden Wochen der schriftlichen und mündlichen Prüfungen lag eine spürbare Erleichterung in der Luft. Jetzt durfte gefeiert werden.
Besonders schön war dabei zu beobachten, wie herzlich unsere „Großen“ mit den jüngeren Schülerinnen und Schülern umgingen. Sie nahmen sich Zeit, erklärten Spiele, feuerten an und sorgten dafür, dass sich alle als Teil des Geschehens fühlten. Aus den Prüflingen der vergangenen Wochen wurden für einen Nachmittag Animateure und - ein bisschen - auch Vorbilder.
So wird uns der Abi-Streich 2026 vor allem als ein Tag in Erinnerung bleiben, an dem nach einem etwas holprigen Start das Miteinander im Mittelpunkt stand – fröhlich, herzlich und mit genau der Leichtigkeit, die nach dem Ende einer langen Schulzeit einfach dazugehört.


































































