Wenn sich kurz vor den Weihnachtsferien unsere Schulgemeinschaft zur Adventsfeier versammelt, liegt immer eine ganz besondere Stimmung in der Luft. Es ist dieses leise Knistern aus Erwartung, Kerzenlicht und dem Gefühl, dass wir für einen Moment gemeinsam innehalten. Das von Frau Herths Religions-Basiskurs ausgesuchte Thema „Freundschaft – ein Geschenk“ macht deutlich: Diese Feier ist mehr als ein Programmpunkt im Schulkalender – sie ist ein Geschenk an uns alle.
Schon das gemeinsame Singen von „Macht hoch die Tür“ macht spürbar, dass hier viele Stimmen zu einer wurden. Klassenübergreifend, altersgemischt und getragen von einer großen Portion Engagement hatten Schülerinnen und Schüler gemeinsam in Frau Herths Unterricht diese Feier vorbereitet. Jede Stimme, jeder Text, jede Szene war Teil eines großen Ganzen – ein Sinnbild für Freundschaft selbst: Viele unterschiedliche Menschen, die zusammen etwas tragen, das größer ist als sie allein.
Die Begrüßung macht deutlich: Freundschaft ist kein Luxus, sondern etwas, das unser Leben trägt. In den anschließend vorgetragenen Texten wurde sie greifbar – ehrlich, berührend und oft auch mit einem Lächeln. Die Antworten darauf, was einen guten Freund, eine gute Freundin ausmacht, erzählen von Zuhören und Dasein, von Ehrlichkeit und gegenseitigem Halt, vom gemeinsamen Lachen und dem Trösten in schweren Momenten. Besonders bewegend ist, dass diese Gedanken nicht aus Lehrbüchern stammen, sondern direkt aus dem gelebten Schulalltag: aus Erinnerungen an verrückte Aktionen, kleine Abenteuer und große Gefühle, die man nur mit Freundinnen und Freunden teilt.
Musikalisch getragen wurde die Feier von unserem Chor mit „That’s Christmas to me“, bevor der Blick mit dem Text aus dem „Kleinen Prinzen“ noch einmal in die Tiefe ging. Die Begegnung zwischen dem kleinen Prinzen und dem Fuchs erinnert uns daran, was in einer temporeichen Zeit leicht verloren geht: Freundschaft braucht Zeit, Geduld und das bewusste Sich-aufeinander-Einlassen. „Man sieht nur mit dem Herzen gut“ – dieser Satz hallt lange nach und verbindet Literatur, Spiritualität und Alltag auf wunderbare Weise.
Unsere 5c zeigte in ihrem Weihnachtstheaterstück in Anlehnung an den kleinen Prinzen sehr anrührend, wie unterschiedlich Freundschaften entstehen können: durch gemeinsame Interessen, durch schwierige Erfahrungen oder durch zufällige Begegnungen. Gerade diese Vielfalt spiegelt unseren Schulalltag wider – und macht Mut, offen füreinander zu bleiben. Frau Herth bündelte diese Gedanken in ihrer Ansprache: Freundschaft ist eines der wertvollsten Geschenke, die wir nicht kaufen, sondern nur pflegen können. Sie lebt vom Geben und Nehmen, vom Vertrauen und vom Mut, echt zu sein.
Dass eine solche Feier kurz vor den Weihnachtsferien ihren Platz hat, ist kein Zufall. Sie markiert einen gemeinsamen Abschluss, einen Moment des Zusammenrückens, bevor alle in unterschiedliche Ferienwelten aufbrechen. Mit Liedern wie „Mache dich auf und werde Licht“ und dem gemeinsamen „Oh du Fröhliche“ wird deutlich: Schule ist mehr als Unterricht. Sie ist ein Ort der Beziehungen.
Diese Adventsfeier hat gezeigt, wie wichtig solche gemeinsamen Rituale sind. Sie stärken die Schulgemeinschaft, erinnern an zeitlose Werte und schenken etwas, das bleibt – das Gefühl, gesehen zu werden. Freundschaft eben: ein Geschenk von Herzen.
Vielen Dank an alle Beteiligten für dieses erfüllende Erlebnis!
Freundschaft - ein Geschenk

























